Türkei – Humanitäre Hilfe für 3000 Menschen im Erdbebengebiet

In der Türkei unterstützten WEA Partnership e.V. und SOS World die First Hope Association (FHA) – eine türkische Hilfsorganisation mit Verbindungen zur Türkischen Vereinigung Protestantischer Kirchen – dabei, humanitäre Hilfe in die Regionen zu bringen, die durch das Erdbeben im Februar 2023 verwüstet worden waren.

Das Projekt war als zweimonatige Intervention von Mitte Oktober bis Ende November 2023 geplant und hatte zum Ziel, rund 800 Familien mit etwa 3.000 Menschen in den am stärksten betroffenen Provinzen Hatay, Gaziantep und Kahramanmaras durch die Verteilung von lebensnotwendigen Hilfsgütern zu unterstützen.

Die Projektmittel wurden in erster Linie für direkte Hilfe verwendet werden, darunter Hygieneartikel, Lebensmittelpakete, Unterwäsche, Erwachsenenwindeln und Trinkwasser. Das Projekt legte Wert auf eine sorgfältige Koordination mit den lokalen Behörden und Sozialdiensten, um sicherzustellen, dass  die am stärksten gefährdeten Gruppen erreicht wurden, insbesondere Menschen, die in Zelten lebten, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen. Die bereits vorhandenen operativen Kapazitäten und lokalen Netzwerke der FHA sollten eine effiziente Beschaffung, den Transport und die Verteilung der Hilfsgüter ermöglichen.

In der Praxis gingen die erzielten Ergebnisse deutlich über den ursprünglichen Umfang und Zeitrahmen des Projekts hinaus. Neun Monate nach dem Erdbeben setzte die FHA nicht nur die Verteilung der geplanten Hilfsgüter fort, sondern erweiterte ihre Aktivitäten sowohl geografisch als auch programmatisch. Mit der Finanzierung durch die WEA Partnership konnte die FHA hilfsbedürftige Bevölkerungsgruppen in den fünf Provinzen Hatay, Kahramanmaras, Gaziantep, Malatya und Adiyaman erreichen und mehr als 3.000 Menschen unterstützen, darunter ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und Familien mit Babys.

Ein unerwartetes Ergebnis nach der unmittelbaren Nothilfe im Erdbebengebiet war der allmähliche Übergang der FHA-Aktivitäten zu längerfristigen Wiederaufbaumaßnahmen. Dazu gehörte unter anderem die Errichtung einer Stadt aus 500 Containern in Hatay mit 170 Wohncontainern und Waschmöglichkeiten, wodurch der anhaltende Bedarf an Unterkünften direkt gedeckt wurde. Darüber hinaus engagierte sich die FHA zunehmed im Bildungsbereich, indem sie drei Schulen baute und Tausende von Schulausstattungen an betroffene Kinder verteilte.

Insgesamt war das Projekt zwar ursprünglich als kurzfristige Nothilfe konzipiert, doch die erzielten Ergebnisse zeigen eine starke Ausweitung auf nachhaltige Hilfe und frühzeitigen Wiederaufbau.

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