Projekttitel: Nothilfe für abgelegene Dörfer in Marokko
Projektstandorte: Orte im vom Erdbeben zerstörten Dörfern in den Provinzen Taroudant, Al-Haouz und Ouarzazate um das Epizentrum: Amzmiz, Sidi Hsaïn, Iala Azziza, Aït Moussa, Gemeinde Imndounit mit den Dörfern Aït Argues und Aït Gassa, Addouz, Inaden, Azgour, Tougga el Khair Anougal, El Khomss, Fiyil, Taddart, Akhfarga, Tajgujite, Addig, Taoutnekht, Tamlakoute und Indioute
Zielgruppe: 250 Familien mit mehr als 5000 Personen im Erdbebengebiet
Projektzeitraum: mehrere Verteilaktionen von drei Kirchenteams aus Frankreich und Marokko zwischen November 2023 und Mai 2024
Projektbudget: US$ 100.000 finanziert von World Relief
Am 8. September 2023 erlebte Marokko erlebte mit Stärke 6,9 auf der Richterskala das größte bisher aufgezeichnete Erdbeben in der Geschichte des Landes am 08. September 2023 im hohen Atlas-Gebirge. Das Innenministerium meldete am 27. September über 2.960 Tote und 5.674 verletzte Personen, hauptsächlich in den Provinzen Al Haouz, Taroudant und Ouarzazate. Das Beben zerstörte viele Wohnhäuser und Dorfgebäude komplett.


Seit November 2023 brachten drei Teams aus marokkanischen Kirchen und Frankreich Nahrungsmittel, Zelte, Kochgeschirr, Medizin, Kleider, Heizgeräte und Wasserfilter in stark vom Erdbeben zerstörte Dörfer im Atlasgebirge nahe dem Epizentrum.
Ein Pastor berichtete uns: „Wie andere soziale Akteure will auch unsere marokkanische Kirche eine wichtige Rolle bei der Bereitstellung humanitärer Hilfe übernehmen und die Opfer des Erdbebens unterstützen, das unser und erschüttert hat. Wir wissen um die Bedeutung der humanitären Arbeit in solchen Krisen und den großen Wert des Gebens und der christlichen Nächstenliebe.
Das Erdbeben hat viele abgelegene und gefährdete Gebiete getroffen, in denen es fast keine Straßen gibt, und es war zunächst unmöglich zu helfen. Wir machten uns von der Region Souss Massa aus auf den Weg nach Taroudant, andere fuhren in die Region Al Haouz.

Ich werde nie den Tag vergessen, an dem wir zu Hause waren und spürten, wie der Boden bebte, die Wände links und rechts schwankten und ein furchtbares Getöse zu hören war, das unseren Verstand völlig ausschalte.
Gott schickte uns in ein Dorf, das völlig zerstört worden war und in dem mehr als vierunddreißig Menschen ihr Leben verloren hatten. Zu diesem Zeitpunkt waren sie noch dabei, die unter den Trümmern eingeschlossenen Menschen zu bergen, und der Geruch der Leichen stieg langsam heraus. Die Überlebenden hatten noch nicht begriffen, was geschehen war und was vor sich ging. Sie hatten alles verloren, manche ihre ganze Familie. Manche hatten ihre Mütter verloren, manche ihre Kinder. Es war ein langer, harter Tag.

Unser Engagement für die Menschen in den betroffenen Regionen Taroudant und Hawz bleibt unerschütterlich. Durch Zusammenarbeit der Kirchenteams und gemeinsame Planung wollen wir das Leben der Betroffenen nachhaltig beeinflussen und so die Unabhängigkeit und Widerstandskraft der Dorfgemeinschaften fördern.
Möge der Herr Euch für Eure großzügigen Spenden segnen, durch die der Herr unter Hunderten von Einwohnern verherrlicht wird. Wir danken Euch aufrichtig für Eure kontinuierliche Unterstützung, welche Initiativen wie diese möglich macht.”

