Mali – Über die Verteilung von Nahrungsmitteln

Projektbeschreibung: Wirtschaftliche Unterstützung zur Stärkung der Widerstandskraft der Bevölkerung von Timbuktu gegen die durch terroristische Gruppen verursachte Blockade

Projektstandorte: Timbuktu, Mali

Zielgruppe: Binnenvertriebene (vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen) und Christen in der Region

Projektzeitraum:  20. Dezember 2023 bis zum 23. Januar 2024

Projektbudget: 45.000 EUR

Seit dem 8. August 2023 steht Timbuktu unter der Kontrolle der terroristischen Gruppe „Groupe de soutien à l’Islam et aux Musulmans (GSIM/JNIM)“, die Al-Qaida angegliedert ist und gegen den malischen Staat kämpft. Durch diese Kontrolle kam der Versorgungsverkehr zum Erliegen, und es mangelt in den Dörfern an lebensnotwendigen Gütern. In dieser Situation kam Hilfe genau im richtigen Moment. Die Menschen in Nordmali sind dankbar für die großzügige Unterstützung nach den schweren Krisen (Bspw. GSIM-Blockade im August 2023).

Die Situation verschlechtert sich durch die anhaltende Wirtschaftskrise, wachsende Sicherheitsrisiken und die zunehmende Spaltung der Gesellschaft entlang religiöser Linien. Im Norden Malis machen Christen weniger als 1 % der Bevölkerung aus. Sie stehen am Rande der Gesellschaft in einer Umgebung, die stark vom Islam und Animismus geprägt ist und sind besonders von Hunger, Armut und Verfolgung betroffen. Trotz Unsicherheit und Verfolgung wird der christliche Glaube mutig gelebt. Dschihadistische Gruppen sind weiterhin aktiv und Anschläge, Raubüberfälle und Razzien sind keine Seltenheit.
Der Zugang zu den Städten im Norden bleibt eine große Herausforderung. Tausende Kinder haben keinen Zugang zu Bildung, und viele Schulen sind ausschließlich Koranschulen – eine erhebliche Schwierigkeit für die dort lebenden Christen.

Viele der Bewohner fürchten die Ernährungsunsicherheit. Die christliche Minderheit, die bereits unter der schleichenden Verfolgung und der mangelnden Solidarität ihrer muslimischen Verwandten und Bekannten leidet, hat über die nationale NGO TNT der Evangelischen Baptistenkirche von Timbuktu einen Hilferuf gesendet.

Durch Unterstützung der WEA erhielten 200 gefährdete Haushalte, darunter sechzig christliche Haushalte, jeweils: 50 kg Reis, 50 kg Hirse, 5 kg Zucker, 5 Liter Öl und 3 Beutel Milchpulver. Mehr als 40 Tonnen Lebensmittel wurden an 300 gefährdete Haushalte in der Stadt Timbuktu verteilt. Die Spende stammt von der internationalen Organisation Giving Hands über die World Evangelical Alliance (WEA).

Bei der ersten Evaluierung wurde sichtbar, dass 50 % der Haushalte Vorräte für zwei Monate bekommen haben, 50 % erhalten täglich drei Mahlzeiten, und 50 % sind für die Blockade ausreichend versorgt. Das TNT- Team und die Behörden entwickelten gemeinsam die Begünstigten Liste. Kriterien für eine Begünstigung waren Armut, Minderheiten, alleinerziehende Frauen, Bootsunglücksopfer und besonders Schutzbedürftige. Frauen (74,66 %) standen im Fokus für die Unterstützung. Insgesamt wurde 2.179 Menschen geholfen.


Bintou Walett Imoutal CISSE, Witwe und Vormund von acht Kindern, konnte mit vor Freude funkelnden Augen und einem Kloß im Hals folgende Worte sagen: „Seit dem Tod meines Mannes vor fast sechs Jahren leben wir wie Bettler zwischen verschiedenen Verwandten und Freunden. Dank Ihrer Unterstützung kann ich heute mindestens zweimal am Tag den Kochtopf auf den Herd stellen. Gott wird Sie segnen, wenn Sie an Witwen und Waisen denken.“


Oumou Ousmane TRAORE, Binnenvertriebene: „Als mir gesagt wurde, dass mein Name auf der Liste der Begünstigten steht, habe ich es nicht geglaubt. Ich lebe allein mit meinen beiden Kindern. Ihr Vater ist auf der anderen Seite geblieben, er konnte wegen meiner Schwiegermutter, die sehr krank ist, nicht mit uns fliehen. Seit wir hier sind, hat man uns nur ein einziges Mal mit Planen geholfen, um unsere Hütten wegen des Regens abzudecken. Ihre Geste, ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll, kommt zu einem Zeitpunkt, als wir die Hoffnung zu verlieren begannen und sogar daran dachten, ins Dorf zurückzukehren. Es ist Gott selbst, der Sie heute zu uns geschickt hat. Seien Sie gesegnet, Sie und Ihre Freunde und Partner“.

Ihre Gebete und Ihre finanzielle Unterstützung werden dringend benötigt. Die Helfer vor Ort wünschen sich, dass der Herr Ihnen Ihr Geben hundertfach vergelten möge und erinnern an den folgenden Bibelvers: „Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ Matthäus 25,40. Danke für Ihre Investition in Gottes Reich in Nordmali!

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